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Im Zweifel selbstgekocht

Futtermittelallergie - eine gefürchtete Erkrankung, die mit vielen Beschwerden einhergeht und nicht einfach nachzuweisen ist. Steht der Verdacht im Raum, wird im Allgemeinen eine Ausschlussdiät empfohlen.  Ist die Zeit knapp oder ist man nicht besonders kochaffin, stehen eine Vielzahl von Allergiediäten zur Verfügung. 

Ein Forschungsteam um die Ernährungsspezialistin Dr. Rebecca Ricci hat neue Untersuchungen zum Thema Fremdprotein/Fremdeiweiß in Allergiediäten vorgelegt. Es geht also um die Frage, ob auch andere Proteine als die auf dem Futter deklarierten Proteine enthalten sind. Das verwendete Analyseverfahren (Mikroarray) weist nach, ob Fremdprotein enthalten ist, jedoch nicht in welcher Größenordnung.

Die Ergebnisse sind ernüchternd. Von vierzig analysierten Futtermitteln enthielten nur zehn die angegebenen Inhaltsstoffe. Noch schlimmer - fünf Futtermittel enthielten gar nicht das Protein, das auf der Futterdeklaration angegeben war.  Die Anzahl der Fremdproteine schwankte zwischen eins und sieben. 

Bei den untersuchten Futtermitteln handelt es sich um neun trockene und zweiundzwanzig feuchte Novel Protein-Futtermittel und sechs trockene und drei feuchte hydrolysierte Futtermittel. Die hydrolysierten Diäten dabei deutlich besser ab, als solche mit nur einer Proteinquelle, die meist von Schwein, Huhn oder Pute stammte. 

Die Schlussfolgerung: Selbstgekochte bzw. selbst zusammengestellte Futterrationen sind die einzige Möglichkeit sicherzustellen, das nur eine einziges, gewünschtes Protein zur Austestung oder zum Erhalt verfüttert wird.