· 

Leise rieselt der Schnee - Hunde im Winter

Hunde im Winter

Mit einem geliebten Hund reicht meist ein kurzer Blick um zu wissen, wann es Zeit ist rauszugehen.

Aber kennen Sie auch die Blicke: "Ist es nicht zu kalt, um jetzt rauszugehen?" oder "Ich will jetzt nach Hause?"

Genau wie bei uns Menschen wirken sich extreme Temperaturen bei Hunden auf den Wunsch aus, Zeit im Freien zu verbringen.

Doch kann sehr kaltes Wetter Ihrem geliebten Hund auch unbeabsichtigt Schaden zufügen? Ja, dies kann der Fall sein und wir werden gleich auf die wichtigsten Fragen eingehen. Seien Sie umsichtig bei kalten Temperaturen, besonders mit Welpen, Junghunden, älteren Hunden und Hunden mit einem dünnen Fell.

Sehr junge und ältere Hunde sind weniger kältetolerant als ihre robusten Kollegen, die mitten im Leben stehen. Haben Sie ein größeres Rudel, müssen Sie für jeden Hund einzeln die Situation abwägen. Bevor Sie nach draußen gehen, lesen sie meine Antworten auf sieben häufig gestellte Fragen zu Hunden und kaltem Winterwetter.

FAQ Hunde und kaltes Winterwetter

1. Welche Temperatur ist für meinen Hund zu kalt?

Darauf gibt es keine klare Antwort, denn viele Faktoren beeinflussen die Fähigkeit Ihres Hundes, die Kälte zu tolerieren. Dazu gehören seine Rasse, sein Alter, sein Gewicht, sein Körperzustand, sein Haarkleid und sein Gesundheitszustand.

Auch die Frage der Akklimatisation, also an welche Temperaturen ihr Hund gewöhnt ist, spielt hier mit. So wird ein Husky in Norwegen besser mit den Temperaturen klar kommen, als ein Jack-Russel-Terrier aus Hamburg, der seine Leute in den Skiurlaub begleitet.

2. Woher weiß ich, ob meinem Hund kalt ist?

Hier braucht es oft nur den gesunden Menschenverstand. Wenn Ihr Hund zitternd vor Ihnen steht, ist ihm kalt! Auch Bewegungsschwierigkeiten, Eis auf dem Fell und das wechselnde Anheben der Pfoten können Anzeichen sein.

Und zugegeben, es gibt auch andere Gründe, warum ein Hund zittern kann. Doch wenn Ihr Hund zittert und es ist sehr kalt, dann sollten Sie es ernst nehmen und nach hause gehen. 

3. Kann mein Hund durch kaltes Wetter Urtikaria, Nesselsucht, bekommen?

Das klingt erst einmal verrückt, ist aber möglich. In der Regel tritt Nesselsucht auf, nachdem der Organismus einem Allergen, z.B. Erdnüsse, ausgesetzt war. Aber es gibt noch eine andere, weniger bekannte Ursache für Nesselsucht - kaltes Wetter. Dieses Phänomen tritt selten auch bei Hunden auf.

Zur Behandlung muss der Hunde warm gehalten werden. Nach Bedarf sind weiterführende Behandlungen nötig.

4. Macht kaltes Wetter meinen Hund anfälliger für andere Gesundheitsprobleme?

Ja, sogar ziemlich sicher. Diese Probleme sind häufig:

  • Zerrungen durch Ausrutscher, Verstauchungen und Verletzungen kommen bei älteren Hunden, die bei eisigem Wetter draußen laufen, häufig vor. Ältere Hunde wie ältere Menschen haben langsamere Reflexe und weniger Gleichgewicht, als jüngere Hunde.
    Eine Lösung für diese Problem können Dr. Buzby's ToeGrips sein. So gibt es viele Berichte von Besitzern älterer Hunde oder Hunden mit Handicap, dass vereiste Bodenstellen viel besser gemeistert werden können, da die Pfoten wieder griffen.
  • Arthrotische Gelenke werden bei kaltem Wetter steifer und schmerzhafter. Schützen Sie Ihren Hund vor Kälte und es wird für Ihn ein viel angenehmerer Winter.
    Tipp: Schützen Sie Ihren Hund mit einem Hundepullover oder -mantel. Es gibt im Fachhandel eine große Auswahl.
  • Bandscheibenerkrankungen treten bei kaltem Wetter gehäuft auf.
    Tipp: Schützen Sie Ihren Hund mit einem Hundepullover oder -mantel. Es gibt im Fachhandel eine große Auswahl.
  • Schneegastritis. Viele Hunde lieben es Schnee zu fressen. Durch gelöste Salze und Schwebstoffe schmeckt Schnee oft interessant und aromatisch. Aber Schnee ist vor allem kalt und kann schnell zu einer Magenschleimhautreizung führen, die schnell auch mit Erbrechen und gelegentlich auch Durchfall einhergeht. Nicht bei allen Hunden ist am nächsten Tag alles wieder gut. Schwäche und der teilweise hochgradige Elektrolytverlust muss behandelt werden. Zum Glück lässt das Interesse meist nach einigen Tagen nach.
    Tipp: Lassen Sie Ihren Hund keine großen Mengen Schnee fressen oder fördern es durch Schneeballwerfen. 
  • Schließlich können kalte Temperaturen zu Erfrierungen an den Ohren, am Schwanz und an den Pfoten führen.
  • Bei der nächsten Frage befassen wir uns daher mit dem Pfotenschutz.

5. Wie kann ich die Pfoten meines Hundes vor Erfrierungen schützen?

Oft können Hunde ein recht lange Zeit auf Schnee und Eis laufen und spielen, ohne negative Folgen zu erleiden.

Wie kann das sein? Das Geheimnis liegt in der Konstruktion der Pfoten Ihres Hundes, besonders in den dicken, fetten Pfotenpolstern, die ziemlich frostbeständig sind. Die Pfotenpolster besitzen einen Mechanismus, der als Gegenstromwärmeaustausch bezeichnet wird und ein schnelles Auskühlen verhindert und sicherstellt, dass die Pfotentemperatur innerhalb vernünftiger Grenzen stabil gehalten wird.

6. Können Hundeschuhe oder Socken meinem Hund eine gute Hilfe sein?

Die kurze Antwort lautet nein. Lassen Sie mich es erklären. Ich mag keine Hundeschuhe oder Socken für eine bessere Bodenhaftung, kurz Grip. Sie stören die Fähigkeit Ihres Hundes, den Boden mit seinen Pfoten zu "fühlen" und beeinflussen den Großteil seiner propriozeptiven Rezeptoren an den Pfoten negativ.

Allerdings können sie helfen, wenn an Ihrem Wohnort massiv mit Salz oder aggressiven Chemikalien gearbeitet wird.

Tipp: Nehmen Sie sich nach jedem Spaziergang die Zeit, die Pfoten visuell und manuell zu überprüfen. 

7. Muss ich mir Sorgen um Frostschutzmittelvergiftungen machen?

Frostschutzmittel stellen eine große Bedrohung für viele Tiere dar. Sie schmecken süßlich und sind damit eine lockende Versuchung, bei der ein paar wenige Schlecke tödlich enden können.

Hat ihr Hund Frostschutzmittel aufgenommen, handelt es sich um eine schweren tierärztlichen Notfall, bei dem nur wenig Zeit bleibt, Ihren Hund zu retten!

Der Wirkstoff in Frostschutzmitteln heißt Ethylenglykol. Es zieht sehr schnell in den Blutkreislauf ein, gelangt damit zur Leber, wo es abgebaut wird. Diese Abbauprodukte sind hochgiftig und unbehandelt fast immer tödlich.

Den Winter genießen

Kalte Temperaturen und eiskalte Niederschläge können ein Vielzahl von Bedrohungen mit sich bringen. Das heißt nun aber nicht, dass Sie die schönen und lustigen Dinge der Winterzeit nicht genießen sollten.

 

Mit ein wenig Umsicht haben Sie und Ihr geliebter Hund eine schöne Zeit: ein leiser Spaziergang im Schnee, Schneeflocken fangen, eine Schatzbuddelei im schneebedeckten Garten, Wald oder am Strand und dann eine herrliche Pause, eingekuschelt in warme Decken und als Krönung vielleicht mit einem selbstgebackenen Hundekeks.

 

Kekse

Sie haben noch keinen gebacken? Dann lassen Sie sich doch von unseren Keksrezepten inspirieren.

Was lieben Sie an den Wintern mit Ihrem Hund?

Tschüss und bis bald

Susanne Gnass

Kommentar schreiben

Kommentare: 0