Futtermittelallergie

Die Diagnose Futtermittelallergie wird in den letzten Jahren immer häufiger gestellt. Symptome betreffen vor allem die Haut mit Juckreiz, Fellausfall, Schuppenbildung und Krusten, beim Hund zusätzlich auch immer wiederkehrende Ohrentzündungen und /oder den Magen-Darm-Trakt mit Erbrechen, Blähungen und Durchfall.

Auslöser für die Futtermittelallergie sind am häufigsten Eiweiße verschiedener Fleisch- und/oder Getreidesorten. Auch Reaktionen auf Milben sind möglich. Dem Futter zugesetzte Farb- und Konservierungsstoffe können als unvollständige Antigene bestehende Allergien verstärken.

FutterWissen bei Futtermittelallergie

Die Fütterung einer Ausschlussdiät, auch oft Eliminations- oder Allergiediät genannt, mit Besserung der Krankheitssymptome beweisst den Anfangsverdacht. Wie kann man das umsetzen?

  1. Kommerzielle Allergiefutter mit einer Eiweiß- und Kohlenhydratquelle.
  2. Hydrolysierte Allergiefutter. Bei diesen wird das Eiweiss so zerkleinert, dass die kleinen Eiweisshydrolysate keine Futtermittelallergie mehr auslösen können.
  3. Selbst zusammengestellte Futterration mit einem Eiweiss und einem Kohlenhydrat, ergänzt durch Gemüse für Ballaststoffe oder pflanzliche Fasern.

Grundlegende Bedingung für den Erfolg ist, dass die neue Eiweiss- und Kohlenhydratquelle vorher noch nicht gefüttert wurde. Das Allergiefutter wird für 6-8 Wochen ausschliesslich gefüttert. Dann wird bewertet, ob es zu einer deutlichen Verbesserung der Krankheitssymptome gekommen ist oder nicht. Im letzteren Fall schliesst sich die weitere Suche nach einer gut verträglichen Eiweiss- und Kohlenydratquellen an.

Oft gestaltet sich die Suche schwierig. Dann kann eine Blutuntersuchung helfen, möglicherweise gut verträgliche Futtermittel aufzuzeigen.

Hat man glücklicherweise eine gut verträgliche Eiweiss- und Kohlenhydratquelle gefunden, muss die Ration überprüft und möglicherweise durch Mineralien, Vitamine und Spurenelemente ergänzt werden.

Bei Welpen- und Junghunden muss eine Ergänzung mit Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen möglichst bald, spätestens ab der zweiten Woche erfolgen, um Wachstumsstörungen zu vermeiden. Bei erwachsenen Hunden und Katzen sollte damit ab der 6.-8. Woche einer Ausschlussdiät begonnen werden.

Wir von Aktive Pfoten beraten Sie gerne und erstellen für ihren Hund oder ihre Katze einen individuellen Futterplan oder passen die bisherige Fütterung an die neue Lebenssituation an. Die Futterberatung und die Preise finden Sie hier.