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Leishmaniose

Leishmaniosehunde haben besondere Bedürfnisse. Neben der oft lebenslangen Therapie und Kontrolle ist die Ernährung ein wichtiger Baustein der Therapie.

Im Focus liegen die Purine, die für die Leishmanien, die Erreger dieser Krankheit, lebenswichtig sind.

Purine

Purine bilden die Basis von Adenin und Guanin, zwei der vier Nukleinbasen, aus denen unsere DNA (Desoxyrinbonucleinsäure) und RNA (Ribonucleinsäure) besteht. Ohne Purine geht es also nicht. Der Hund bildet meist selbst genug Purine, sie gelten daher nicht als essentiell. Mit der Nahrung nimmt der Hund aber noch zusätzliche Purine auf, denn sie sind in vielen Lebensmitteln enthalten. Mal mehr, mal weniger.

Purinabbau

Über mehrere Zwischenschritte wird aus Purin mit Hilfe des Enzyms Xanthin-Oxidase Hypoxanthin, Xanthin und am Ende Harnsäure, die durch das Enzym Uricase in Allantoin umgewandelt wird. Dieser letzte Abbauvorgang ist bei Dalmatinern gestört. Sie haben ein defektes Harnsäuretransportsystem in der Leber, wodurch der größte Teil der Harnsäure nicht mit dem Enzym in Kontakt kommt. Dalmatiner brauchen also per se ein purinarmes Futter.

Purine und Leishmaniose

Für die Leishmanien, die Erreger der Leishmaniose, sind Purine essentiell, denn sie können sich nicht selber bilden. Diese Eigenschaft macht man sich in der Therapie mit Allopurinol, dem wichtigsten Basismedikament, zu nutze. 

Allopurinol, Wirkung und Nebenwirkung

Allopurinol gleicht dem Hypoxanthin und wird von den Leishmanien als Ersatz gerne angenommen. Sie wandeln das Allopurinol wie Hypoxanthin um. Das daraus entstehende Produkt ist aber nicht Xanthin und biologisch für die Leishmanien zu nichts nütze, ihr Eiweißstoffwechsel wird grundlegend gestört und ihre Vermehrung kommt weitgehend zum Stillstand.

Die Nebenwirkung von Allopurino ist die Hemmung der Purinabbauenden Enzyme. Die Umwandlung von Purin zu Harnsäure und Allantoin wird gestört, der Xynthinspiegel steigt. Das Risiko für Xynthinsteine steigt. Je weniger Purin mit der Nahrung aufgenommen wird, umso niedriger bleiben die Xanthinspiegel.

 

FutterWissen bei Leishmaniose

  • Fütterung einer purinarmen Futterration
  • Keine Innereien, Haut, Sehnen
  • Fertigfutter: Der Puringehalt sollte deklariert sein

Wir von Aktive Pfoten beraten Sie gerne und erstellen für ihren Hund oder ihre Katze einen individuellen Futterplan oder passen die bisherige Fütterung an die neue Lebenssituation an. Die Futterberatung und die Preise finden Sie hier.