Wildtier-SOS-App
Schnelle Hilfe, wenn ein Wildtier Unterstützung braucht
Auf Wanderungen oder beim Spaziergang im Wald, im Garten oder im Park begegnet man immer wieder Wildtieren. Manchmal entdeckt man dabei ein (scheinbar) hilfloses oder verletztes Tier – und fragt sich:
Was tun? Braucht dieses Tier wirklich Hilfe? Wenn ja, was sollte ich tun?
Genau hier setzt die SOS-Wildtier-App an. Sie wurde vom Team um Prof. Dr. Michael Pees (Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover) in Zusammenarbeit mit mehreren Universitäten entwickelt.
Sie bietet schnelle Orientierung und unterstützt dabei, im Ernstfall schnell eine fundierte Entscheidung zu treffen, mit klaren Handlungsempfehlungen, einer Einordnung nach Jahreszeit und kurzen Videos direkt auf dem Smartphone.
Hilfe genau dann, wenn sie gebraucht wird
Die App wurde entwickelt, um Menschen im Ernstfall schnell mit verlässlichen Informationen zu unterstützen. Über eine einfache Menüführung lassen sich typische Situationen auswählen – etwa wenn man ein verletztes Tier findet oder ein scheinbar verlassenes Jungtier entdeckt.
Ein zentraler Bestandteil ist dabei der SOS-Bereich, über den man direkt zu passenden Handlungsempfehlungen gelangt.
Mit klar strukturierten Anleitungen und kurzen Videos bietet die App eine schnelle Orientierung direkt auf dem Smartphone. So lassen sich typische Fehler vermeiden – etwa ein Jungtier vorschnell mitzunehmen, ein Tier falsch anzufassen oder unnötigen Stress zu verursachen. Gleichzeitig zeigt die App, wann es sinnvoll ist, professionelle Hilfe, etwa durch eine Wildtierstation oder erfahrene Pflegestellen, einzubeziehen.
Besonders hilfreich: Die App berücksichtigt die Jahreszeit
Eine Besonderheit der Wildtier-SOS-App ist ihre jahreszeitabhängige Beratungslogik. Die Anwendung berücksichtigt automatisch, welche Phase des Jahres gerade ist. Dadurch erhalten Nutzer Hinweise, die zur jeweiligen Situation in der Natur passen.
Gerade im Frühjahr beginnt die Jungtier-Saison. Dann liegen Rehkitze gut getarnt im hohen Gras, junge Vögel verlassen erstmals das Nest und viele Tierarten ziehen ihren Nachwuchs groß.
In dieser Zeit wirken viele Jungtiere hilflos, obwohl sie es gar nicht sind. Die App hilft dabei, solche Situationen richtig einzuschätzen.
Typische Situationen, die in der App mit Tutorials und Videos erklärt werden

Die Tutorials und Videos der App zeigen beispielsweise, wie man mit folgenden Situationen umgehen kann:
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Einen Igel sichern oder transportieren
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Verletzte oder geschwächte Vögel versorgen
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Nackte oder befiederte Jungvögel richtig einschätzen
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Fledermäuse, Nagetiere oder Hasenartige sichern
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Greifvögel stressarm transportieren
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Amphibien und Reptilien vorsichtig aufnehmen
Dabei wird nicht nur erklärt, wie man helfen kann, sondern auch wann man besser Abstand hält.
Noch ganz neu – Feedback erwünscht
- Die Wildtier-SOS-App ist erst vor Kurzem gestartet. Das Team hinter dem Projekt bittet Nutzer ausdrücklich um Rückmeldungen, etwa zu
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möglichen Fehlern
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Verbesserungsvorschlägen
- Erfahrungen aus der Anwendung
Fazit
Die Wildtier-SOS-App ist ein praktisches Werkzeug für alle, die draußen unterwegs sind und im Ernstfall richtig handeln möchten. Auch Tierarztpraxen und Tierkliniken profitieren davon, da dort häufig Fragen zu gefundenen oder verletzten Wildtieren eingehen. Kann man nicht selber helfen oder kennt sich mit der Tierarzt nicht aus, findet sich nun schnell eine hilfreiche Antwort.
Ich wünsche Dir viele schöne Begegnungen in der Natur – und den richtigen Blick für unsere Wildtiere.
Tschüss, Susanne Gnass
