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Lahmheit

Lahmheit bezeichnet eine sichtbare Beeinträchtigung des Gangbildes, bei der ein Hund ein oder mehrere Beine weniger oder gar nicht belastet. Sie ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Symptom — ein Hinweis darauf, dass etwas im Bewegungsapparat oder Nervensystem nicht stimmt.

Lahmheiten können plötzlich auftreten oder sich schleichend entwickeln. Sie können ein einzelnes Bein betreffen oder mehrere — und von leicht bis hochgradig reichen.

Mögliche Ursachen:

  • Verletzungen: Bänderrisse, Frakturen, Prellungen
  • Gelenkerkrankungen: Arthrose, Hüftgelenksdysplasie, Ellbogendysplasie
  • Neurologische Erkrankungen: Bandscheibenvorfall, Cauda-equina-Syndrom
  • Entzündungen: Gelenkentzündung, Knochenmarksentzündung
  • Tumorerkrankungen: Knochentumoren, Weichteiltumoren

Schweregrade der Lahmheit: In der tierärztlichen Untersuchung wird Lahmheit in der Regel in Grade eingeteilt — von kaum sichtbarer Entlastung bis zur vollständigen Nicht-Belastung des Beines. Der Grad der Lahmheit gibt wichtige Hinweise auf die Schwere der Erkrankung.

 

Wichtig für Halter:innen: Auch eine leichte oder zeitweise Lahmheit sollte tierärztlich abgeklärt werden — denn viele Erkrankungen lassen sich früh erkannt deutlich besser behandeln als im fortgeschrittenen Stadium.

 

👉 Siehe auch: Lähmung · Gangbild · Arthrose · Bandscheibenvorfall · Orthopädische Erkrankungen