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Femur (Oberschenkelknochen)

Der Femur ist der medizinische Fachbegriff für den Oberschenkelknochen. Er verbindet das Hüftgelenk mit dem Kniegelenk und ist der längste und kräftigste Knochen des Hundes.

 

Am oberen Ende des Femurs befindet sich der Femurkopf (Oberschenkelkopf), der gemeinsam mit der Hüftgelenkspfanne das Hüftgelenk bildet. Über den Femur werden die Kräfte der Hintergliedmaßen auf das Becken und den übrigen Körper übertragen.

 

 

Bei Erkrankungen wie der Hüftgelenksdysplasie (HD) spielt insbesondere der Femurkopf eine wichtige Rolle. Sitzt er nicht optimal in der Gelenkpfanne, kann dies zu Instabilität, Fehlbelastungen, Schmerzen und langfristig zu Arthrose führen. Auch viele orthopädische Operationen an der Hüfte betreffen direkt den Femur oder seinen Gelenkkopf.

 

👉 Siehe auch: Acetabulum · Kugelgelenk · Hüftgelenksdysplasie (HD) · Arthrose · Femurkopf- und -halsresektion (FHO)

Flexorreflex (Beugereflex)

Der Flexorreflex — auch Beugereflex genannt — ist ein unwillkürlicher Schutzreflex: Wird eine Pfote durch einen Schmerzreiz stimuliert, zieht der Hund das Bein reflexartig zurück. Dieser Reflex läuft über das Rückenmark ab und erfordert keine bewusste Entscheidung des Gehirns.

In der neurologischen Untersuchung prüft der Tierarzt den Flexorreflex, um den Zustand des Rückenmarks einzuschätzen. Ein abgeschwächter oder fehlender Flexorreflex kann auf eine Schädigung bestimmter Rückenmarkssegmente hinweisen.

Bedeutung für die Physiotherapie: Der Flexorreflex lässt sich therapeutisch nutzen — beim sogenannten Reflexinduzierten Training (RIT). Durch gezielten Einsatz des Beugereflex werden Nervenbahnen aktiviert und motorische Reaktionen angeregt. Das ist besonders wertvoll bei Hunden mit Lähmungen oder hochgradiger Schwäche, die sich noch nicht aktiv bewegen können.

 

 

👉 Siehe auch: Tiefenschmerz · Reflexinduziertes Training · Neurologische Untersuchung · Bandscheibenvorfall