Bandscheiben sind knorpelige Puffer zwischen den Wirbelkörpern der Wirbelsäule. Sie bestehen aus einem weichen inneren Kern (Nucleus pulposus) und einem festen äußeren Faserring (Anulus fibrosus) und erfüllen zwei Aufgaben gleichzeitig: Sie dämpfen Stöße und ermöglichen die Beweglichkeit der Wirbelsäule.
Mit zunehmendem Alter oder bei bestimmten Rassenveranlagungen können Bandscheiben degenerieren, sich vorwölben oder einreißen. Tritt Bandscheibenmaterial in den Wirbelkanal aus, kann es das Rückenmark oder Nervenwurzeln komprimieren – mit Folgen von Schmerzen bis hin zu Lähmungen.
Beim Hund unterscheidet man vor allem den zervikalen Bandscheibenvorfall (Halswirbelsäule) und den thorakolumbalen Bandscheibenvorfall (Brust- und Lendenwirbelsäule).
Ein Bandscheibenvorfall entsteht, wenn Bandscheibenmaterial auf das Rückenmark oder Nervenwurzeln drückt. Je nach Lokalisation können Schmerzen, Bewegungsstörungen, Unsicherheit der Hintergliedmaßen oder sogar Lähmungen auftreten. Besonders wichtig sind eine frühzeitige Diagnose und eine angepasste Therapie mit Ruhe, Schmerzbehandlung und Physiotherapie.
👉 Mehr zum Thema findest Du hier: Bandscheibenvorfall beim Hund – Symptome, Behandlung und Physiotherapie